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Ein Brief an die Gemeinde

Christliche Vereinigung St. Martini

St. Martini Ortsgemeinde Bremen und St. Martini Internetgemeinde wachsen zusammen

Wie alles begann

Seit März 1999 ist die St. Martini Gemeinde im Internet präsent. Hatten wir in der Anfangszeit ein bis zwei Zugriffe auf unsere Internetseite pro Woche, waren es einige Jahre später bereits bis zu sechs Zugriffe pro Tag. Heute besuchen rund 1.100 Menschen täglich unsere Internetseite. Jede Predigt unseres Pastors wird bis zu 45.000 Mal heruntergeladen. Der YouTube-Kanal von Pastor Olaf Latzel hat heute fast 75.000 Abonnenten. Bei den sonntäglichen Gottesdiensten ist die Zahl der Zuschaltungen auf bis zu 5.000 angestiegen. Wenn wir davon ausgehen, dass durchschnittlich nur zwei Personen hinter einer Zuschaltung stehen, dann nehmen mindestens 10.000 Menschen online an unseren Gottesdiensten teil, neben den rund 500 Gottesdienstbesuchern in der Kirche. Was ist das für eine gewaltige Gemeinde, die sich Sonntag für Sonntag unter dem Wort Gottes zusammenfindet.

Die Internetgemeinde

Über die letzten Jahre hinweg ist eine sehr große Verbundenheit zwischen vielen Geschwistern aus der Internetgemeinde und der St. Martini Ortsgemeinde entstanden. Mehrere hundert Glaubensgeschwister aus allen Teilen Deutschlands treffen sich zu unseren jährlich stattfindenden Internetgemeinde-Wochenenden in St. Martini. Immer mehr Geschwister aus der Internetgemeinde reisen zu unseren Präsenzgottesdiensten in der St. Martini Kirche an. Es ist für uns Martinianer eine große Freude, bekannte Gesichter wiederzusehen oder auch noch unbekannte „Internetler“ kennenzulernen, die das erste Mal bei uns in Bremen sind.

Neben der Ortsgemeinde ist uns über die Jahre auf diese Weise eine Internetgemeinde zugewachsen. Aus wie vielen Menschen die Internetgemeinde besteht, fragen Sie? Das wissen wir heute nicht. Und wo leben die Internetler? Auch das wissen wir eigentlich nicht. Wir wissen nur, dass wir Zuschaltungen aus allen Teilen Deutschlands und einigen europäischen Ländern haben und auch aus Nord- und Südamerika. Bis auf die persönlichen Kontakte, die viele aus St. Martini zu unseren externen Geschwistern haben, wissen wir wenig über die Internetgemeinde.

Das soll sich nun ändern. Gott, der Herr, hat uns diese große Zahl an Menschen zugeführt. Wir sehen darin den großen Auftrag Jesu an die St. Martini Gemeinde, auch diese Glaubensgeschwister als Teil der St. Martini Gemeinde zu verstehen und aufzunehmen.

Christliche Vereinigung St. Martini Bremen

In den letzten Jahren ist auch von Seiten der Internetler immer wieder der Wunsch an uns herangetragen worden, doch Strukturen zu schaffen, die eine engere Anbindung an die St. Martini Gemeinde ermöglichen. Ein wichtiges Thema dabei ist die Vernetzung untereinander. Auch wir als St. Martini Gemeinde empfinden es als wirklichen Mangel, dass viele Menschen uns über das Internet kennen, wir von unserer Seite aber kaum Kontakt aufbauen und pflegen können. Der Vorstand der Gemeinde hat das erkannt und in seiner Sitzung im Januar 2026 grünes Licht für den Aufbau geeigneter Strukturen gegeben.

So haben wir die „Christliche Vereinigung St. Martini Bremen“ ins Leben gerufen. Wir laden alle Glaubensgeschwister ein, die sich zur St. Martini Gemeinde halten und der Gemeinde- und Lebensordnung der St. Martini Gemeinde zustimmen, dieser Vereinigung beizutreten. Die Mitgliedschaft in einer evangelischen Landeskirche ist keine Voraussetzung für einen Beitritt. Mit dem Beitritt erfolgt auch kein Eintritt in eine evangelische Landeskirche. Mit dem Beitritt gehen Sie keine weiteren Verpflichtungen ein. Ein Mitgliedsbeitrag wird nicht erhoben. Ein Austritt ist jederzeit möglich.

Wenn Sie der „Christlichen Vereinigung St. Martini Bremen“ beitreten möchten, finden Sie auf unserer Internetseite ein Beitrittsformular. Füllen Sie das Formular aus und schicken Sie es über die Internetseite an uns. Sie können Ihren Beitritt aber auch erklären, indem Sie eine E-Mail mit Ihren Daten an die E-Mail-Adresse internetgemeinde@st-martini.net senden. Wir werden versuchen, Ihnen schnellstmöglich den Beitritt zu bestätigen.

Aufgaben und Ziele

Mit der Gründung der „Christlichen Vereinigung St. Martini Bremen“ (in der Kurzform CV Martini) machen wir uns auf den Weg, den über das Land verstreuten Glaubensgeschwistern Zugehörigkeit zur St. Martini Gemeinde zu schaffen. Wir werden versuchen, die dafür notwendigen personellen und technischen Strukturen aufzubauen. Wir sind uns im Klaren darüber, dass viele Aufgaben auf uns warten. Zuallererst sollen Sie über einen Newsletter über die neuesten Entwicklungen und Veranstaltungen in St. Martini informiert werden. Es ist auch an eine Erweiterung der Online-Bibelkurse gedacht. In diesem Sommer werden wir eine Bibelfreizeit speziell für Mitglieder der CV Martini in Süddeutschland veranstalten. St. Martini macht sich damit auf den Weg zu ihrer Internetgemeinde.

Ein zentraler Arbeitsauftrag wird die Vernetzung von Mitgliedern der Internetgemeinde sein. Wir werden – natürlich unter strikter Berücksichtigung des Datenschutzes – Strukturen aufbauen, die es Mitgliedern der CV Martini ermöglicht, Kontakt zu Mitgliedern in der näheren Umgebung des eigenen Wohnortes aufzunehmen. So sollen regionale Anlaufstellen entstehen, bis hin zu Hauskreisen und Hausgemeinden.

Warum sehen wir hierin den zentralen Auftrag? Nun, wir stehen mitten in einem gewaltigen Umbruch bei den Landeskirchen der EKD. Immer mehr Menschen verlassen die Volkskirche. Die Kirchensteuereinnahmen brechen weg. Die Landeskirchen reagieren darauf mit einem Rückzug aus der Fläche. Gemeinden werden aufgelöst und zu Großverbänden zusammengelegt, die durch Pastoren-Pools betreut werden sollen. Hier und da noch bestehende Kirchengemeinden mit bibeltreuem Profil verschwinden durch Fusion mit einer Vielzahl anderer Gemeinden. Es ist absehbar, dass diese Maßnahmen der Kirchenleitungen den Niedergang der Landeskirchen noch beschleunigen werden.

Machen wir uns als „Christliche Vereinigung St. Martini Bremen“ also auf den Weg. Wir schließen uns als Geschwister im Herrn zusammen, wir schaffen regionale Anlaufstellen, gründen Hauskreise und Hausgemeinden oder gar selbstständige Vereinsgemeinden.

Dabei müssen wir aber immer vor Augen haben, dass nicht wir Gemeinde bauen können. Der Herr allein, Jesus Christus, baut seine Gemeinde. Gemeinde gründet sich allein auf dem Wort des lebendigen Gottes. Kirche ist creatura verbi, Produkt des Wortes Gottes.

Im Neuen Testament wird für Gemeinde der griechische Begriff „ekklesia“ verwendet, übersetzt „die Herausgerufenen“. Christen sind Herausgerufene. Sie sind durch das Wort Gottes herausgerufen aus der Gottesferne, herausgerufen aus den Knechtschaften dieser Welt, herausgerufen aus der Angst, herausgerufen aus der Lieblosigkeit und schließlich herausgerufen aus dem ewigen Tod.

Wir in St. Martini verstehen Kirche/Gemeinde – ekklesia – allein vom Wort Gottes her. Die Gemeinde hat ihren Ursprung allein in Jesus Christus (Matthäus 16,18), deren Haupt er ist und sie der Leib Jesu Christi (Epheser 4,15). Kirche/Gemeinde ist allein Gottes Werk und daher nicht an irgendwelche Kirchenmitgliedschaften gebunden. Überkommende kirchliche Strukturen mögen vergehen, Gemeinde Jesu aber bleibt bestehen bis zu seiner Wiederkunft.

Der Aufbau der „Christlichen Vereinigung St. Martini“ wird Zeit brauchen. Unsere personellen Ressourcen in Bremen sind begrenzt. Wir sind aber zuversichtlich, dass der Herr uns die richtigen Menschen zur richtigen Zeit schicken wird. Wir machen jetzt nur den ersten Schritt. Er selbst, Jesus Christus, muss dieses Vorhaben segnen. Wenn es sein Wille ist, dass aus den vielen Verstreuten eine „Christliche Vereinigung St. Martini Bremen“ entsteht, dann wird es gelingen.

Bitte begleiten Sie deshalb dieses Vorhaben mit Ihren Gebeten.

Mit herzlichen Grüßen

Dr. Jürgen Fischer

verwaltender Bauherr

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